Jugendwohngruppe

Hilfeform: stationäre Heimerziehung nach § 27 i.V.m. §§ 34, 35a, SGB VIII, § 41 SGB VIII

Kapazität: 5 Plätze für Jugendliche von 16 bis 18 Jahre, bei Bedarf auch darüber hinaus bis längstens 21 Jahre

Betreuung: pädagogisches Fachkräfteteam mit einer stundenweisen Betreuung je nach Betreuungsbedarf

… für wen ist die Jugendwohngruppe da und was machen wir?

Das Untergeschoss eines zweistöckigen Gebäudes wird von der Jugendwohngruppe bewohnt. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahre, welche auf Grund individueller Sozialisations- und Entwicklungsbedingungen in der Phase der Ablösung und Verselbstständigung pädagogische Hilfe benötigen, jedoch eine geringere Betreuung bedürfen.

Belastete Familiensituationen führen dazu, dass Jugendliche nicht in der Herkunftsfamilie verbleiben können. Überforderung in den verschiedenen Entwicklungsphasen des Jugendlichen (Pubertät) oder eine gestörte Eltern- Kind- Beziehung sind Beispiele, die zu einer Aufnahme in der Jugendwohngruppe führen. Jugendliche erlernen altersentsprechende Kompetenzen, wie Übernahme von Verantwortung, Selbstbestimmung und Autonomie.

Die Betreuung setzt eine höhere Selbständigkeit voraus. Die Wochenplanung wird mit dem Jugendlichen individuell abgestimmt, für Krisen ist eine pädagogische Fachkraft jederzeit durch gruppenübergreifenden Dienst erreichbar. Die Betreuungszeiten werden über Präsenzzeiten und über gemeinsam vereinbarte Termine abgedeckt und können bei erhöhtem Betreuungsbedarf angepasst werden.

Die Jugendlichen wechseln aufgrund ihres individuellen Entwicklungsstandes und Alters oftmals aus einem anderen Bereuungsangebot der Einrichtung in die Jugendwohngruppe.

Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit

Die pädagogische Arbeit dient der Stabilisierung der Persönlichkeit der Jugendlichen und der Unterstützung in der Verselbständigung. Je nach Entwicklungsstand und Betreuungsziel liegen Autonomie im lebenspraktischen Bereich, im Bereich Schule/ Ausbildung/ Beruf und im Bereich der sozialen Lebens- und Freizeitgestaltung im Fokus. Die pädagogische Arbeit bezieht sich dabei auf folgende Schwerpunkte:

  • in Einzelsettings unterstützt die pädagogische Fachkraft in der Festigung lebenspraktischer Fertigkeiten für eine eigenständige, autonome Lebensführung
  • Begleitung und Kontakt mit Ämtern und Behörden, Unterstützung im Antragswesen
  • Unterstützung beim Umgang mit finanziellen Ressourcen
  • Einzelgespräche zur individuellen Unterstützung von Konfliktlösungsstrategien, Konfliktberatung, Bewältigung einzelner Krisen erlernen
  • Förderung des selbstbewussten Handelns, Stärken aufzeigen und fördern
  • Werte- und Normendiskussionen anregen
  • soziale und emotionale Stabilisierung durch Anbahnung von Therapien
  • Zukunftsplanung
  • Hilfe zur Selbsthilfe bei der Suche und Aufnahme eines Ausbildungsplatzes, weiterführender Schulformen usw.
  • Stabilisierung der Kontakte zu den Eltern
  • Einbindung der Eltern bei der Suche eines eigenen Wohnraums für den Jugendlichen und Initiierung von Unterstützung durch die Eltern beim Auszug aus der Einrichtung

Team der Wohngruppe

  • 2 pädagogische Fachkräfte
  • anteilig Hauswirtschaftskraft
  • anteilig Hausmeister

Teamleitung: N.N.

Telefon: 03564 – 30 974

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